Wie viel Parfum ist im Büro okay?
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Duft ist das einzige Kosmetikprodukt, das andere Menschen mitkonsumieren müssen. Deine Frisur muss niemand einatmen. In einer Befragung über vier Länder berichten 32,2 Prozent der Erwachsenen von körperlichen Beschwerden durch parfümierte Produkte — und neun Prozent haben deswegen im vergangenen Jahr Arbeitstage verloren. Gesagt hat es dem Kollegen fast nie jemand.
Für acht Stunden neben anderen Menschen
SŌLA ist ein Fragrance Mist: deutlich geringer konzentriert als ein Eau de Parfum, dafür jederzeit nachlegbar. 120 ml, passt in jede Tasche, für Haut, Haar und Kleidung.
Zitrus, klar, kühl. Der unaufdringlichste der drei — die naheliegende Wahl fürs Büro.
Rosa Grapefruit mit trockener Kante. Wach, ohne süß zu werden.
Warmer Fruchtmix, ambriger Abgang. Eher für nach Feierabend.
Drei Flaschen, eine davon geschenkt. Versandkostenfrei. 30 Tage Geld zurück, auch wenn du sie geöffnet und benutzt hast.
Zu den DüftenWas die Zahlen sagen
Die belastbarste Erhebung zu dem Thema stammt von Anne Steinemann und wurde 2019 in Air Quality, Atmosphere & Health veröffentlicht. Sie stützt sich auf vier national repräsentative Bevölkerungsbefragungen in den USA, Australien, Großbritannien und Schweden mit insgesamt rund 4.400 Teilnehmenden.
- Berichten negative gesundheitliche Auswirkungen
- 32,2 %
- Atemwegsbeschwerden
- 16,7 %
- Schleimhautbeschwerden
- 13,2 %
- Migränekopfschmerzen
- 12,6 %
- Beschwerden so stark, dass sie beeinträchtigen
- 9,5 %
- Arbeitstage oder Job verloren (letztes Jahr)
- 9,0 %
Steinemann A.: International prevalence of fragrance sensitivity. Air Quality, Atmosphere & Health, 2019. Befragungen in USA, Australien, Großbritannien und Schweden (n = 1137; 1098; 1100; 1100). link.springer.com
Eine ältere, ebenfalls repräsentative US-Erhebung von Caress und Steinemann aus dem Jahr 2009 hat eine Frage gestellt, die noch näher an der Bürosituation liegt: Wie empfindest du parfümierte Produkte an anderen Menschen? Nicht Raumspray, nicht Waschmittel, sondern die Person daneben. 30,5 Prozent antworteten: störend.
Eine Einschränkung, die dazugehört: Es handelt sich nicht um deutsche Daten. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Deutschland grundsätzlich anders funktioniert, aber die Zahlen als deutsche Werte auszugeben wäre unsauber. Was sie zeigen, ist die Größenordnung.
haben im vergangenen Jahr Arbeitstage oder einen Job verloren, weil sie am Arbeitsplatz parfümierten Produkten ausgesetzt waren.
Warum niemand etwas sagt
Die Zahlen sind nicht das eigentlich Bemerkenswerte. Bemerkenswert ist die Lücke dazwischen: Fast ein Drittel der Menschen findet Duft an anderen störend, ein knappes Zehntel hat deswegen Arbeitstage verloren — und trotzdem wird es fast nie ausgesprochen.
Der Grund liegt auf der Hand. Jemandem zu sagen, dass er zu stark riecht, ist eine der unangenehmsten Rückmeldungen überhaupt. Es klingt nach einem Urteil über die Person, nicht über ein Produkt. Also sagt man es nicht.
Stattdessen passieren andere Dinge. Man setzt sich woanders hin. Man öffnet das Fenster und sagt, einem sei warm. Man verlässt den Raum früher. Man geht gar nicht erst hin — dazu haben wir einen eigenen Artikel: Duft im Alltag: Wann wird er für andere zum Problem?
Stell dir zum Vergleich vor, jemand würde im Büro jeden Morgen leise Musik anmachen, die du nicht ausschalten kannst. Nicht laut. Nur immer da, acht Stunden, jeden Tag. Nach zwei Wochen würdest du etwas sagen. Bei Duft sagt keiner etwas — also sitzen alle da und atmen.
Dazu kommt der Punkt, der das Ganze wirklich verzwickt macht: Die Person, die zu viel trägt, kann es selbst nicht wissen. Nach etwa zwanzig Minuten nimmt niemand seinen eigenen Duft noch bewusst wahr. Warum das so ist, steht in Warum rieche ich mein eigenes Parfum nicht mehr?
Die einzige Regel, die du brauchst
Es gibt keine Zentimeterangabe und keine offizielle Norm. Aber es gibt eine Faustregel, die in der Praxis funktioniert:
Dein Duft gehört in eine Umarmung, nicht in einen Raum.
Wenn jemand ihn wahrnimmt, ohne dir nahezukommen, ist es zu viel. Das ist kein Geschmacksurteil über deinen Duft, sondern eine Aussage über Entfernung. Ein Duft, der auf Armlänge angenehm ist, kann über vier Meter hinweg zur Zumutung werden — dieselbe Flüssigkeit, nur eine andere Menge.
Vier praktische Punkte
1. Zwei Sprühstöße, nicht sechs
Für einen Arbeitstag im Großraum reichen zwei. Wenn sich das zu wenig anfühlt: Das ist die Adaptation, die dir das sagt, nicht dein Duft.
2. Nicht an den Hals, wenn du eng sitzt
Warme Hautstellen beschleunigen die Verdunstung und damit die Abgabe in den Raum. Handgelenk oder Kleidung geben weniger an die Umgebung ab als Hals oder Dekolleté.
3. Sprüh zu Hause, nicht im Büro
Wer sich in der Bürotoilette oder am Schreibtisch einsprüht, verteilt die Wolke direkt im geschlossenen Raum, statt sie unterwegs verfliegen zu lassen. Wenn du mittags nachlegst, geh dafür kurz raus.
4. Achte auf frisch renovierte oder klimatisierte Räume
In schlecht belüfteten Räumen bleibt alles länger in der Luft. Was in einem Altbaubüro mit Fenster unauffällig ist, kann in einem klimatisierten Meetingraum ohne Lüftung deutlich präsenter wirken.
Welches Produkt für den Arbeitstag
Die Konzentration ist der Faktor, den du am direktesten steuern kannst. Grob geordnet:
- Extrait de Parfum — höchster Duftölanteil, typischerweise etwa 15 bis 30 Prozent.
- Eau de Parfum — meist etwa 10 bis 20 Prozent.
- Eau de Toilette — darunter.
- Fragrance Mist — ein Bruchteil davon, für großflächiges Auftragen und mehrfaches Nachlegen über den Tag gedacht.
Ein Extrait ist nicht schlecht, weil es stark ist. Es ist für Abende gebaut, für Anlässe, für Situationen mit Abstand zwischen Menschen. Acht Stunden Großraumbüro sind nicht diese Situation.
Und ja: Wir verkaufen Duft und schreiben hier, dass du weniger davon benutzen sollst. Genau darum gibt es SŌLA. Ein Fragrance Mist ist geringer konzentriert und darauf ausgelegt, dass du mittags nachlegst statt morgens auf Vorrat zu sprühen. Was daraus folgt, entscheidest du selbst.
Häufige Fragen
Wie viel Parfum ist im Büro angemessen?
Es gibt keine feste Norm. Als praktikable Faustregel gilt: Wenn Kolleginnen und Kollegen deinen Duft wahrnehmen, ohne dir nahezukommen, ist es zu viel. Für einen Arbeitstag reichen in der Regel zwei Sprühstöße eines gering konzentrierten Produkts.
Darf mein Arbeitgeber Parfum am Arbeitsplatz verbieten?
Regelungen zu parfümierten Produkten am Arbeitsplatz sind je nach Land, Branche und Betrieb unterschiedlich. In manchen Bereichen — etwa Pflege, Labor oder Lebensmittelverarbeitung — bestehen ohnehin Vorgaben zu Hygiene und Fremdgerüchen. Ob und wie das in deinem Betrieb geregelt ist, klärst du am besten direkt mit der Personalabteilung oder dem Betriebsrat.
Wie sage ich einem Kollegen, dass sein Parfum zu stark ist?
Am wenigsten verletzend ist es, über die eigene Reaktion zu sprechen statt über die Person: „Ich reagiere ziemlich empfindlich auf Duft, mir wird davon oft schwer im Kopf" ist einfacher zu hören als „Du riechst zu stark". Hilfreich ist außerdem der Hinweis, dass niemand seinen eigenen Duft nach zwanzig Minuten noch wahrnimmt — es ist meist kein Vorsatz, sondern fehlende Information.
Wie viele Menschen stört Parfum an anderen tatsächlich?
In einer repräsentativen US-Befragung von Caress und Steinemann (2009) empfanden 30,5 Prozent parfümierte Produkte an anderen Menschen als störend. Eine spätere Erhebung über vier Länder (Steinemann 2019) fand bei 32,2 Prozent der Erwachsenen negative gesundheitliche Auswirkungen durch parfümierte Produkte. Deutsche Daten in vergleichbarer Form liegen nicht vor.
Wohin sprüht man Parfum, wenn man eng mit anderen zusammensitzt?
Auf Handgelenk oder Kleidung statt auf Hals und Dekolleté. Warme Hautstellen beschleunigen die Verdunstung und geben dadurch mehr an die Umgebung ab. Auf Kleidung hält Duft außerdem oft länger als auf Haut.
Ist ein Fragrance Mist fürs Büro geeigneter als ein Eau de Parfum?
Ein Fragrance Mist ist geringer konzentriert und für mehrfaches Auftragen über den Tag ausgelegt — das ist eine Produkteigenschaft. Ein Eau de Parfum ist auf lange Haftung mit wenig Auftrag ausgelegt und dadurch in geschlossenen Räumen präsenter. Welches Produkt in einer konkreten Situation passt, hängt vom Duft, der Menge und dem Raum ab.
Dieser Artikel gibt den Stand der zitierten Veröffentlichungen wieder und ist weder medizinische noch arbeitsrechtliche Beratung.